Übersetzungsschwierigkeiten: Wie heißen die Schuhe?
20.03.2014 79066

Übersetzungsschwierigkeiten: Wie heißen die Schuhe?

Tschukka, Stiefeletten, Halbschuhe ... Viele Schuhmodelle haben eine lange und interessante Geschichte, aber für einen Russen ist es nicht einfach, ihre Namen und Merkmale zu verstehen. Wir haben die beliebtesten Modelle mit ungewöhnlichen Namen für das Ohr ausgewählt, um mehr über sie zu erzählen.Stiefeletten Foto

Stiefeletten sind ein Damenschuhstil, der irgendwo zwischen einem eleganten Schuh und einem Stiefel anzusiedeln ist. Sie bedecken die Wade nicht, sondern reichen nur bis zum Knöchel, daher der gebräuchliche Name „Stiefeletten“.

Stiefeletten sind niedrig und mäßig hoch, mit Spitze und Reißverschlüssen, niedrigen Absätzen und hoch, verziert mit Schleifen, Fell, Schnallen, Strasssteinen und einfach streng. Sie können mit ganz anderen Kleidungsstücken getragen werden: mit einem Rock, zum Beispiel mit einem kurzen Rock oder einem Bleistiftrock, und engen Strumpfhosen, mit engen Hosen oder Jeans, sogar mit Abendkleidern und Geschäftsanzügen. Stiefeletten mit einem Mantel werden großartig aussehen. Schuhe Brogues Foto

Brogues: Das sind perforierte Schuhe, deren Obermaterial typischerweise aus mehreren Teilen besteht. Sie werden üblicherweise von Männern getragen, es gibt aber auch Modelle, die speziell für die schmalen Füße von Frauen entwickelt wurden. Man geht davon aus, dass Brogues bereits im 17. Jahrhundert von irischen Bauern erfunden wurden.

Die Hirten trieben Schafherden durch feuchtes Gelände und sahen sich mit der Tatsache konfrontiert, dass ihnen ständig Wasser in die Stiefel fiel. Damit die Schuhe bald austrocknen und leicht belüften, dachte ein solcher Hirte auch daran, Löcher in sie zu bohren. Allmählich wanderten die Brogues in die Schuhgarderobe der Aristokraten, die sie während des Golfspiels zu tragen begannen. Im Laufe der Zeit nahm die Perforation Gestalt an und verwandelte sich in eine Art Dekor. Auf Wunsch von Edward, dem Prinzen von Wales und dem Bruder von König George VI., Erschien in den Brogues ein Schneidkopf in Form des Buchstabens W. Je nach Bereich der perforierten Oberfläche werden Vollbrogues, Halbbrogues und Viertelbrogues unterschieden. Es wird empfohlen, diese Art von Schuh mit informeller Kleidung zu tragen, da angenommen wird, dass jede Perforation die Schuhe der Offizialität beraubt.

Schuhe Gladiatoren FotoGladiatoren - Eine Art Sommerschuh für Damen in einer modernen Version, der flache Sandalen mit offenem Zeh und vielen Riemen darstellt. Es gibt auch eine Vielzahl von Gladiatoren - ein längliches Modell bis etwa zur Knöchelmitte oder noch höher, das eher an antike römische Schuhe erinnert. Das Tragen von Gladiatoren ist auf die eine oder andere Weise nicht immer zu empfehlen, da die flache Sohle für den Fuß ungünstig ist. Modernere Optionen wie Gladiatoren auf der Plattform oder auf der Ferse sind jedoch sehr willkommen.

Schuhe Wüsten FotoWüsten gelten als die vielseitigsten Herbstschuhe. Hierbei handelt es sich um knöchelhohe Stiefel aus Wildleder, in der Regel mit Gummisohlen und mehreren Löchern zum Einfädeln der Schnürsenkel. Die Geschichte der Entstehung von Desserts geht auf Nathan Clark zurück, den Gründer der britischen Schuhmarke Clarks. In den frühen fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelte er ein Universalmodell, das auf den Mustern basierte, die er auf dem Markt in Kairo fand. Dies waren Wildlederstiefel mit Gummisohlen, die es diesen Schuhen ermöglichten, leicht und flexibel zu bleiben. Wüsten verliebten sich schnell in die Briten, die sie „Wüstenstiefel“ nannten, weil sie auch für die Wüste ideal waren. Wüsten können zu fast allen Dingen getragen werden, mit der möglichen Ausnahme von Business-Anzügen, da diese Schuhe eher einen unkonventionellen und informellen Look kreieren. Es gibt weibliche Models.

Schuhe Derby FotoDerby - Schuhe mit offener Schnürung, bei denen die oberen Teile des Stiefels ohne Überkreuzung zusammengezogen werden und die Baskenmützen oben auf den Vamp genäht werden. In Bezug auf die Kompatibilität mit anderen Kleidungsstücken eignet sich Derby sowohl für zwanglose Spaziergänge als auch für das Büro. In Großbritannien wird das Derby oft als "Blucher" bezeichnet - zu Ehren von Marschall Blucher, dessen Truppen an der Schlacht von Waterloo teilgenommen haben. Nach historischen Aufzeichnungen trugen die Soldaten seiner Armee offene Stiefel.

Müßiggänger FotoMokassins - Hierbei handelt es sich um Damen- oder Herrenschuhe, die im modernen Sinne Mokassins ähneln (weiche Schuhe aus Wildleder oder Leder ohne Schnürsenkel und Verschlüsse, jedoch mit langer Zunge und flacher Sohle). Mokassins unterscheiden sich von Mokassins hauptsächlich durch das Vorhandensein einer breiteren Sohle, manchmal sogar mit einem kleinen Absatz. Ein weiteres Merkmal ist das Vorhandensein von Lederbürsten, die eine ausschließlich dekorative Funktion erfüllen. In den fünfziger Jahren begann das Modehaus Gucci, Mokassins mit einer vergoldeten Pulloverschnalle zu verkaufen, die zum Markennamen der Marke wurde. Mokassins sind sehr praktisch und gelten als weniger formell als Schnürschuhe.

Schuhe Monky FotoAffe - Herrenschuhe, die keine Schnürung haben, aber eine oder zwei Schnallen haben. Der Name wird aus dem Englischen übersetzt als "monastic straps", da die Schnallen der Befestigung an den Schuhen von Mönchen ähneln. Mönche gelten als praktische Schuhe. Sie werden mit schmalen, etwas kurzen Hosen getragen, damit sie sich nicht an den Rändern der Schnallen festhalten. Mönche passen sehr gut zu einem Blazer.

Schuhe Maultier Foto

Mules sind elegante Damenschuhe mit Absatz, ohne Fersenriemen und mit geschlossener, spitzer Zehenpartie. Der Name stammt vom lateinischen Wort „mulleus“, was „Denker“ bedeutet. Im antiken Rom trugen Gelehrte Schuhe, die den heutigen Mules entfernt ähnelten; für sie galt dies als Privileg. Moderne Mules können eine offene Zehenpartie und ein kleines Plateau haben und ähneln so Holzschuhen. Oft sind sie mit Strasssteinen, Nieten, Schnürungen und Pailletten verziert. Mitte des 20. Jahrhunderts galten Mules aufgrund der vielen Strasssteine ​​und Federn als unpraktisch und sogar frivol und wurden nur noch von Hollywood-Schauspielerinnen getragen. In den 1990er-Jahren erlebte dieser Stil jedoch ein Comeback, und Designer kreierten neue Variationen. Heute gelten Mules, je nach Modell, als Schuhe für jeden Anlass: vom Büro bis zur Party.

Schuhe Mary Jane Foto

Mary Jane: sogenannte damenschuhe mit einem riemen auf dem aufstieg und meistens mit abgerundeter spitze, mit oder ohne absätzen. Der Name leitet sich vom amerikanischen Comic Buster Brown zu Beginn des 20-Jahrhunderts ab, in dem eine Heldin namens Mary Jane diese Schuhe trug. Anfangs waren Mary Jane-Schuhe ein Kindermodell: Sie wurden von der Brown Shoe Company hergestellt, deren Schöpfer einen Vertrag mit dem Autor des Comics unterzeichnete, um den Namen Buster Brown in ihren Werbekampagnen zu verwenden. Seitdem ist Mary Jane der Lieblingsschuh der Mädchen. Jetzt kann dieser Stil in alles verwandelt werden - in Keilsandalen, Ballettschuhe und Boote. Sie werden mit Kleidern und Röcken getragen, was dem Look einen Retro-Effekt verleiht.

Oxfords Foto

Oxfords gelten als die formellsten Herrenschuhe. Im Gegensatz zu Derbys werden sie mit einer geschlossenen Schnürung geschlossen, bei der zwei Schnürsenkel am unteren Rand des Vorderblatts zusammengenäht werden und so eine horizontale Naht bilden. In Großbritannien werden noch immer die sogenannten Balmorals getragen, die älter sind als die Oxfords. Der Name „Oxford“ stammt von der Universität Oxford, wo dieser Schuh im frühen 19. Jahrhundert besonders beliebt war. Klassische Farben für diesen Stil sind Braun und Schwarz. Oxfords sind auch bei Damen beliebt: Diese Modelle sind oft mit Pailletten, Strasssteinen und Nieten verziert. Es gibt sie flach oder mit Absatz.

Schwellen Foto

Ursprünglich waren Hausschuhe die Hausschuhe des Londoner Adels. Sie wurden von Robert Kennedy, Steve McQueen und Winston Churchill getragen. Hausschuhe sind halbgeschlossene, flache Schuhe für Damen und Herren mit einer Zunge am Spann, die weich und bequem sind. Früher aus Stoff gefertigt, sind sie heute in Samt, Wildleder und Leder mit verschiedenen Verzierungen erhältlich. Hausschuhe gelten heute als vielseitiges Schuhwerk und lassen sich zu allem kombinieren. Man sollte sie jedoch nicht mit Socken oder Pyjamahosen tragen, da dies einen zu gemütlichen Eindruck erwecken kann.

Topsiders Foto

Top-Sider (vom englischen Wort „topside“), auch bekannt als Bootsschuhe, sind eine weitere Art von Mokassin. Sperry Top-Sider entwickelte dieses Modell 1935 als Schuhwerk für Yachtdecks. Ihre Herkunft erklärt die charakteristischen weißen Sohlen, die keine Abdrücke auf hellen Oberflächen hinterlassen. Der Legende nach wurde die Inspiration für die Top-Sider von einem Cocker Spaniel auf Eis geliefert: Dies soll die gerippte Sohle inspiriert haben, die ein Ausrutschen auf Decks bei starker Krängung des Bootes verhindert. Top-Sider werden aus Wildleder und Leder gefertigt und zeichnen sich durch eine Vier-Ösen-Schnürung vorne aus, die sich auch über die gesamte Ferse erstreckt. Es gibt Modelle für Damen und Herren. Top-Sider werden typischerweise ohne Socken getragen und passen als Sommerschuh gut zu T-Shirt, Shorts oder hochgekrempelten Jeans und sorgen so für einen lässigen Look.

Chelsea Foto

Chelsea Boots sind knöchelhohe oder etwas höhere Stiefel mit spitz zulaufender Zehenpartie. Ihr charakteristisches Merkmal ist der elastische Schaft, der das An- und Ausziehen erleichtert. Genau wegen dieser Eigenschaft verliebte sich Königin Victoria in Chelsea Boots und erhielt 1837 ein Paar als Geschenk zum Reiten. Ihr folgten andere Reiterinnen, die Chelsea Boots zu tragen. Dieses traditionell feminine Schuhwerk eroberte schnell die Herrengarderobe und wurde zu einem festen Bestandteil der Männergarderobe. Die Beatles, die „Fab Four“, verfeinerten den Chelsea Boot sogar und kreierten ihren eigenen, sogenannten „Beatle Boot“, indem sie dem klassischen Chelsea Boot etwas höhere Absätze hinzufügten.

Schuhe Chukka Foto

Chukka-Stiefel: Schuhexperten sehen keinen wesentlichen Unterschied zwischen Chukka-Stiefeln und Desert Boots. Dieses Modell weist jedoch einige feine Unterschiede auf: Chukka-Stiefel haben mehr Ösen, sind höher geschnitten und haben eine Sohle aus Gummi oder Leder. Der ungewöhnliche Name dieses Schuhs stammt aus dem Polosport: „Chukka“ bezeichnet den kleinsten Abschnitt des Spiels. Dieses Modell verleiht einen lässigen Look und gilt als sehr vielseitig.

Espadrilles Foto

Espadrilles sind leichte Sommerschuhe mit Seilsohlen aus einem dichten Naturmaterial wie Leinen oder Baumwolle. Sie wurden Anfang des 13. Jahrhunderts von katalanischen Bauern erfunden. Das französische Wort „espadrilles“ bezeichnet eine Grasart, aus der Seile und Taue hergestellt wurden und aus der die Bauern die Sohlen ihrer Schuhe webten. Salvador Dalí, Pablo Picasso, Ernest Hemingway sowie Grace Kelly und Audrey Hepburn wurden alle schon mit Espadrilles gesehen. Diese Schauspielerinnen gelten übrigens als diejenige, die Espadrilles im Film etablierten. Der Schuhmacher Manolo Blahnik begann seine Karriere mit dem Verzieren von Espadrilles, die von seinen Eltern gefertigt wurden. Espadrilles erlangten nach einer Modenschau von Yves Saint Laurent in den 1960er-Jahren große Bekanntheit. Heute gibt es Espadrilles in vielen verschiedenen Ausführungen: flach, mit Keilabsatz, mit Absatz, offen und halbgeschlossen. Der größte Vorteil von Espadrilles ist ihre Atmungsaktivität und die perfekte Kombination mit jedem Sommeroutfit. Allerdings ist dieser Stil in letzter Zeit einem gewissen Klischee zum Opfer gefallen: Manche Modekenner sind der Meinung, Espadrilles seien für Männer unpassend und für die Stadt ungeeignet.

Tschukka, Stiefeletten, Halbschuhe ... Viele Schuhmodelle haben eine lange und interessante Geschichte, aber für einen Russen ist es nicht einfach, ihre Namen und Merkmale zu verstehen. Wir haben die beliebtesten ausgewählt ...
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