Die Schuhgeschäfte der Marke Chester werden in TJ Studio umbenannt. Chester-Sandalen für Herren. Foto aus der TJ-Kollektion.
03.06.2026 1283

Die Schuhgeschäfte der Marke Chester werden in TJ Studio umbenannt.

Die KL Group, die Geschäfte der britischen Marken Chester, TJ Studio und TJ Collection betreibt, verzeichnet wie viele andere Modeunternehmen rückläufige Umsätze. Der Trend zum Online-Shopping und der starke Wettbewerb im mittleren Preissegment haben das Unternehmen laut Kommersant gezwungen, sein Ladenkonzept zu ändern.

Die Chester-Filialen firmieren ab sofort unter dem Namen TJ Studio. 10–15 % der Chester-Schuhe und -Accessoires werden weiterhin zum Sortiment gehören. Neunzehn Filialen in 16 Städten firmieren unter dem neuen Namen.

Laut SPARK wurde die KL Group 2017 in Moskau von Azat Akhmetov gegründet, der das Geschäft der TJ Collection seit deren Gründung in Russland in den 1990er-Jahren leitete. 2018 wurde die KL Group von der malaysischen United Trading Ltd. übernommen. Die wirtschaftlich Berechtigten dieser Übernahme werden nicht offengelegt. Bis Ende 2025 sanken die Umsätze der KL Group um 9,2 % auf 4,5 Milliarden Rubel, während der Nettogewinn um mehr als das 30-Fache auf 5,2 Millionen Rubel zurückging.

Anfangs wurde die Marke als britisch positioniert. (Anmerkung der Redaktion: Damals, in den 90er Jahren, ahmten viele Marken, die ihre Produkte in Russland verkaufen wollten, westliche Marken nach, um Konsumenten anzusprechen, die eher bereit waren, westliche Marken zu kaufen. Es war nicht ungewöhnlich, dass Inhaber von Modemarken ihre Produkte absichtlich im Ausland registrierten, um die ausländische Herkunft ihrer Marke zu begründen.)

Tatsächlich gehören die Marken TJ Collection, TJ Studio, "TJ", Chester England und andere zu TJ Footwear, einem Unternehmen, das 1995 in der britischen Grafschaft Surrey registriert wurde. Laut dem britischen Register der juristischen Personen übt Timur Akhmetov, ein in China lebender südafrikanischer Staatsbürger, „maßgeblichen Einfluss“ auf dieses Unternehmen aus.

Marktteilnehmer sind der Ansicht, dass eine Änderung des Konzepts des Einzelhandelsnetzwerks im Schuhsegment eine sinnvollere Lösung darstellt als die Schließung von Einzelhandelsgeschäften und die vollständige Umstellung auf Online-Handel. Sie verweisen dabei auf die Besonderheiten des Schuhauswahl- und Kaufprozesses.

„Der Online-Schuhhandel ist mit hohen Retourenquoten und Gewinnverlusten behaftet: Die durchschnittliche Wiederkaufsrate für Schuhe, die über Marktplätze bestellt werden, liegt bei unter 50 Prozent“, bemerkt Anna Lebsak-Kleimans, CEO der Fashion Consulting Group.

Die KL Group, die Geschäfte der britischen Marken Chester, TJ Studio und TJ Collection betreibt, verzeichnet wie viele Modeunternehmen rückläufige Umsätze. Die Verlagerung der Verbraucher hin zu…
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