Aimplas entwickelt Schuhsohlen aus Holzabfällen
25.07.2025 2503

Aimplas entwickelt Schuhsohlen aus Holzabfällen

Das Aimplas Institut für Kunststofftechnik koordiniert das europäische Projekt Next-Step, dessen Ziel die Entwicklung von Schuhsohlen aus Holzabfällen ist. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der deutschen Marke Adidas umgesetzt, die für die Tests der Einlegesohlen zuständig ist. Die Initiative umfasst auch die Entwicklung von Dämmstoffen für den Bau, schreibt revistadelcalzado.com.

„Dies ist ein entscheidender Schritt hin zur Einführung biologisch abbaubarer und recycelbarer Materialien, da die Herstellung und Verwendung fossilbasierter Kunststoffe in vielen Anwendungen, beispielsweise bei der Herstellung von Schaumstoff für Schuhsohlen oder Baumaterialien, nach wie vor notwendig ist“, sagt María Romero, Dekarbonisierungsforscherin bei Aimplas.

Das Projekt Next-Step schlägt ein neues umweltfreundliches, ressourcen- und energieeffizientes Produktionsverfahren vor, das auf der Verwendung von Holzabfällen als Rohstoff basiert. Ziel ist die Entwicklung leistungsstarker, nachhaltiger, recycelbarer und erschwinglicher Produkte, die den Anforderungen von Branchen mit hohen funktionalen und ökologischen Anforderungen gerecht werden.

Der Prozess beginnt mit Holzabfällen wie Sägemehl oder Holzspänen, die mit Wasser und Enzymen behandelt werden, um Zucker zu extrahieren. Anschließend wird das Holz durch Hitze, Druck und mechanische Energie in seine Grundbestandteile zerlegt. Die entstehenden Bestandteile werden mithilfe von Mikroorganismen und chemischen Mediatoren in Schäume, Biokunststoffe und Endprodukte umgewandelt.

Aimplas erklärt, das Ziel des Konsortiums sei klar: „Wir wollen wettbewerbsfähige und sichere Produkte für Verbraucher, Umwelt und Wirtschaft entwickeln, die die Umweltbelastung minimieren und ihre Recyclingfähigkeit sowie potenzielle biologische Abbaubarkeit gewährleisten.“ Zu diesem Zweck, so das Konsortium, würden Aspekte wie CO2-Fußabdruck, Rückverfolgbarkeit, soziale Akzeptanz und wirtschaftliche Tragfähigkeit der neuen Materialien sorgfältig analysiert.

Das Projekt wird von Circular Bio-based Europe unterstützt. Es vereint zwölf Partner aus acht EU-Ländern entlang der gesamten Wertschöpfungskette, die sich zusammengeschlossen haben, um nachhaltige Materialien zu entwickeln – vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt. Zum Konsortium gehören Unternehmen wie Aimplas, Adidas, Fibenol, DBFZ, Quantis, die Sapienza-Universität Rom, Mevaldi, die PDC Research Foundation, die Universität Gent, die Pilotanlage von BioBase Europe, Certech und Lesaffre.

Marina Shumilina

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